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April '13

Hallo Leute!
Liebe Grüße aus dem Studio. Die Aufnahmen für die versprochene CD sind in vollem Gange - der Sommer wird sich viel im Studio abspielen ^^. Bis wir mit dem Album fertig sind könnt Ihr weiterhin die Demos vom Okt. '12 auf Soundcloud hören.
Am 13. April hatten wir einen Gig im Rahmen der "Nacht der Musik" im Postsaal Trostberg um die neuen Arrangements mal live und mit Band auszubrobieren - war genial die Songs vor vollem Haus auf die Bühne zu bringen. Danke an alle die da waren!
Jetzt geht's wieder weiter im Studio :-)
LG euer Jakob

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STUDIO TAGEBUCH

KONZERT KRITIK – 15.03.13 HILGERHOF “HALB-AKUSTIK-SET”

Trostberger Tagblatt / 19.03.13

Debüt macht Lust auf mehr – viel mehr

Jakob Bruckners Konzert im ausverkauften Hilgerhof: Das Gesamtpaket passt – Intelligente Texte, eingängige Melodien, launige Ansagen

Von Andreas Falkinger

Pittenhart. (fal). Eigentlich ungerecht. Während zum einen Tim Bendzko nur noch kurz die Welt rettet, 148 Mails checkt und als Mitglied irgendwelcher Fernsehjurys seltsame Menschen nach Malmö schickt, singt und spielt Jakob Bruckner nur im Hilgerhof. Nichts gegen den Hilgerhof, um Himmels willen. Aber trotzdem: Bruckner gehört auf die große Bühne. Und da wird auch keiner was dagegen haben, der das zu Recht ausverkaufte Debüt im Hilgerhof miterlebt hat. Trotzdem singt der Bendzko im Radio. Ungerecht eigentlich.
Gut, der 23-jährige Pittenharter hat noch nicht das Renommee des 28-jährigen Berliners. Woher auch? Im Landkreis Traunstein weltbekannt, aber sonst? Zu Unrecht. Lehramtsstudent Bruckner schreibt intelligente Texte zu eingängigen Liedern. Er hat was zu sagen. Altersgemäß geht’s selbstredend um Herzschmerz, Bauchschmetterlinge, Unsicherheit. Mit den zeitlosen Themen Zukunftsängste, Heimweh, Hoffnungen gelingt es ihm, auch die reiferen Zuhörer einzufangen. Da wird nichts verklausuliert, keine kryptischen Textchen, die nach allen Seiten offen Interpretationen zulassen. Bruckner singt Klartext. Wenn‘s ihm gut geht, sagt er das. Geht’s ihm schlecht, sagt er’s auch. Ja, wo bleibt denn da die Phantasie? Keine Sorge, kommt nicht zu kurz. Unterschätzt mir die Zuhörer nicht. Die wenden Bruckners Texte aufs eigene Dasein an – dafür ist Interpretationsspielraum genug.
Was aber viel wichtiger ist: Bruckner hat ein Händchen – oder Öhrchen – für Melodien. Dass er ein bekennender Jamie-Cullum-Fan ist, hätte er nicht wirklich betonen müssen, man hört’s an der Rhythmik. So wie der Engländer bewegt sich Bruckner traumwandlerisch zwischen Pop, Rock und Jazz. Allerdings ist’s auch nicht nötig, seinen Stil in eine Schublade zu stecken. Das würde ihn zu sehr einschränken und das Publikum der Gelegenheit berauben, immer wieder überrascht von der Wandlungsfähigkeit Bruckners zu sein.
Natürlich hat er auch Fehler gemacht, der Auftritt im Hilgerhof war nicht eitel Sonnenschein. Natürlich verspielt man sich im Eifer des Gefechts, natürlich geht nicht alles glatt. Das kann man verschmerzen – zumal beim allerersten Auftritt mit eigenem Programm. Und der österreichische Schlagzeuger Martin Klement spielte nach nur einer einzigen gemeinsamen Probe mit. Wobei das überhaupt keinem aufgefallen wäre. Fremdkörper gibt’s in Bruckners Band sowieso keinen – im Gegenteil. Selbst Ludwig Rössert ist mit seinem für diese Art von Musik untypischen Instrument integraler, nicht wegzudenkender Bestandteil. Und der Mann spielt Cello! Das braucht außer Apocalyptica und Andrew Lloyd Webber in der Popularmusik wirklich gar keiner mehr. Hier aber passt’s. Was heißt „passt’s“? Es gehört schlicht und ergreifend zum Sound. Ohne Wenn und Aber. Und überhaupt. Die Instrumentalparts sind allesamt gut gespielt. So leicht sie daherkommen, so viel Arbeit steckt drin. Jahrelanges Lernen und Üben, Blut, Schweiß, Tränen, das ganze Programm. Kunst ist, wenn’s keiner merkt. Bruckners Auftritt ist Kunst.
Wie schaut er dann aus, der Brucknersche Fehler? Ein programmatischer Missgriff: Vor der Pause spielt er nur Runterzieher, erst nach der Pause baut er sein Publikum mit rockigen, optimistischeren Songs wieder auf. Das ist zwar ganz nett gemeint, aber es macht die erste Hälfte des Programms schon arg einseitig. Verlassenwerden, Einsamkeit, verlorene Liebe, falsche Entscheidungen, ein Medley von Adele, der Königin der traurigen Lieder, und Jamie Cullum, auch nicht uneingeschränkt der Gaudibursch – da muss man dann nicht überrascht sein, wenn die psychisch labileren Zuhörer krampfhaft nach einer Möglichkeit suchen, das irdische Jammertal vorzeitig hinter sich zu lassen.
Den Strick hat dann doch keiner genommen. Was auch gar nicht wirklich nötig war. So ein Konzert lebt nicht von der Musik allein. Da sind auch noch die Künstler. Und Bruckner hat die Leute im Griff. Seine launigen Ansagen allein machen das Konzert zum Erlebnis. Weil er – so wie in seinen Songtexten – frei von der Leber weg erzählt. „Nach unserer ersten gemeinsamen Probe mit Martin haben wir gemerkt, dass wir gar keinen Schlagzeuger suchen. Sondern einen Österreicher.“ Oder seine Grabenkämpfe mit dem kleinen Bruder Matthias. Da ist nichts gekünstelt, nichts konstruiert, bescheiden, aber ohne Falsch. Sehr angenehm, sehr lustig – wenn’s passt. Nichts Aufgesetztes. Man hat permanent den Eindruck, man bekommt das pure Paket. Was mehr soll sich ein Publikum wünschen? Umso freudiger machen die Zuhörer mit, wenn der Künstler mal mehr als nur Beifall verlangt: Schon beim dritten Lied singt das Publikum mit. Na gut, intensive Textkenntnisse setzt Bruckner nicht voraus. „Dadada“ reicht. Aber immerhin. Das Publikum singt, hat Spaß.
Genug gesagt, genug Information. Muss nur noch schnell die Welt retten, 148.713 Mails checken. Und drauf hoffen, dass Bruckner das schafft, was er verdient: ganz viele Menschen mit seiner Musik zu erreichen.

Hallo Welt

01. Oktober '12

Es ist so weit!

Nach zweieinhalb Jahren Songwriting und viel Straßenmusik mit meinem guten Freund Hannes Schmitz und meinem Bruder Matthias, in denen wir die Songs zu genüge in Fußgängerzonen, Küchen, Wohnzimmern und kleinen Kneipen Europas ausprobiert haben, ist Ende letzten Jahres der Produzent Peter Schmidbauer auf uns aufmerksam geworden.
Seit Anfang des Jahres haben wir zusammen mit Peter, mit dem wir sofort auf einer Wellenlänge waren, viel Zeit im Studio verbracht und die Lieder zu ausgewachsenen Popsongs befördert. Das ist nicht zuletzt auch dem musikalischen Mitwirken von Martin Kälberer und den Drumtracks von Ex-Pink-Drummer Mylious Johnson zu verdanken.
Jetzt bin ich wirklich froh, euch mein Baby präsentieren zu dürfen und mehr als aufgeregt, wie Ihr reagiert.

Freu mich drauf in nächster Zeit mal wieder Gigs zu spielen und bis es soweit ist bin ich gespannt auf Euer Feedback! Ich kanns kaum erwarten…

Euer Jakob

Über Jakob Bruckner

Das Projekt startete der 22-jährige Student zusammen mit seinem Mitbewohner Hannes Schmitz in kleiner Runde. „Freunde in unserer WG oder am Lagerfeuer waren die ersten, denen wir die Songs vorgespielt haben“, erzählt Jakob Bruckner. Doch nicht nur in Regensburg – auch in Rom, Venedig und Paris wurden die eigenen Werke mit Schmitz und Bruder Matthias Bruckner unplugged in Wohnzimmern, auf der Straße und in kleinen Kneipen getestet.
Erst danach ging es ins Studio, wo zusammen mit Produzent Peter Schmidbauer erste Titel aufgenommen wurden.

„Dass die Songs eigentlich im Singer-Songwriter Stil für Gitarre/Klavier mit Gesang geschrieben und jetzt fast alles mit kompletter Band recorded wurde, zeigt wie unheimlich vielseitig das Projekt ist.“ So passt es ins Bild, dass Jakob Bruckner auch Live-Auftritte sowohl mit Band als auch weiterhin unplugged im Duo performed.

Als Highlight bei den Studioaufnahmen sorgten Ex-Pink-Drummer Mylious Johnson und Klaviervirtuose Martin Kälberer für einen Teil der Bandmagie.

Jakob Bruckner zeigt, was man mit der eigenen Stimme alles machen kann, er verleiht allein durch Tongebung und Stimmfärbung jedem seiner Songs einen eigenen, einzigartigen Charakter. Mal flüsternd und deprimiert, dann wieder druckvoll und klar – der 22-Jährige beherrscht alle Facetten des Gesangs und fängt allein dadurch die Stimmung der einzelnen Lieder perfekt ein.

„Wenn ich angekommen bin“ beschreibt einen Aufbruch mit ungewissem Ende, erste Schritte in eine neue Welt. Die melancholisch-filigrane Nummer kommt im Minimalprinzip daher – und dieses Gesicht steht ihr ausgesprochen gut. Mit feinem Finger-Picking begleitet sich Jakob auf der Gitarre, singt mit leicht belegter Stimme, beinahe verzagt über Suchen und Finden, Loslassen und Festhalten. Ein Mikro davor und live aufgenommen - Mehr braucht es nicht und man nimmt ihm alles ab.

Ein Gedanke, der sich festsetzt, unaufhaltsam Geltung beansprucht und alle Tristesse vergessen lässt. Flageoletttöne sind leise Vorboten, dann sich verdichtendes Crescendo – bis es aus Jakob Bruckner herausbricht: „Bitte, komm zurück zu mir!“ Harmonienreich und äußerst vielfältig kommt „Bitte, bitte“ daher, die Musik erzählt die Geschichte des Songs mit, unterstreicht die Gedankengänge und emotionalen Ausbrüche perfekt.

In „Rücken an Rücken“ herrscht innere Zerrissenheit. „Mein Herz schreit“, singt Jakob Bruckner. Erst leise, dann immer lauter. Die anfänglich dunkle, hilflose Stimmung weicht am Ende wütender Verzweiflung, getragenes Pianospiel wird von massivem E-Gitarren-Sound abgelöst. Leider werden die musikalisch so fein verpackten Hilferufe nicht gehört…

Positivere Töne schlägt Bruckner in „Zurück ans Meer“ an. Er lässt Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit ohne Ängste und Sorgen aufleben. Der Song transportiert das Gefühl absoluter Freiheit, erhält durch Ukulele und Background-Chor am Ende beinahe hawaiianisches Flair. Ein Lied zum Zurücklegen und Genießen!

Hinter jedem von Bruckners Songs steckt eine klar erkennbare Botschaft, was vor allem daran liegt, dass die Texte sehr direkt formuliert sind. Selten spricht der 22-Jährige in kryptischen Botschaften, bevorzugt benutzt er Metaphern und Vergleiche. Insgesamt ist das Songwriting von Jakob Bruckner sehr ausgereift, die Musik unterstützt stets exakt die Botschaft, die der jeweilige Song vermitteln will. Direkt, eingängig, nachdenklich –

Jakob Bruckners Songs gehen ins Ohr,
lassen mitsingen und gehen nicht mehr aus dem Kopf.

Andreas Torwesten

Jakob Bruckner – Bitte Bitte UNPLUGGED SESSION

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Jakob Bruckner spielt Lakewood-Gitarren